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Grundschüler wollen schönere Spielplätze

 

Dorferneuerungsprogramm: Drittklässler hatten sich im Dorf umgesehen, um ihre Wünsche zu formulieren

Elmshausen. Elmshausen kann sich dank der Zuschüsse aus dem Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen kräftig herausputzen...

Auch Kinder und Jugendliche sollen im Rahmen der Dorferneuerung zu Wort kommen. Die dritte Klasse der Grundschule machte Nägel mit Köpfen und beschrieb, was in Elmshausen aus ihrer Sicht geändert werden sollte.

Zusammen mit Martin Theodor vom Kobra-Beratungszentrum Landau machten sie sich auf den Weg und schauten sich auf Plätzen, vor allem auf ihren Lieblingsplätzen, um. Dann trugen sie den Entscheidungsträgern und Fachleuten ihre Ideen vor. Am runden Schultisch waren außer Projektleiter Martin Theodor vertreten: Bürgermeister Jürgen Kaltwasser, Ortsvorsteherin Claudia Czyrt, Bauamtsleiter Rainer Krämer, Jugendpfleger Peter Schuster, Anette Haas-Samstag vom Amt für Dorf- und Regionalentwicklung im Kreis Bergstraße sowie Stadtplaner Helmut Hamann von der Planergruppe ASL.

Schlechte Noten vergeben

"Eure Arbeit ist uns wichtig", unterstrich Anette Haas-Samstag. Die Drittklässler hatten zum einen die Spielplätze unter die Lupe genommen und eine Liste mit Änderungswünschen zusammengestellt.

Die meisten Spielplätze erhielten von ihnen keine Bestnoten. Die Spielgeräte sind in die Jahre gekommen, aus Sicherheitsgründen häufig abgebaut worden oder gar nicht vorhanden. Auf den Plätzen am Feuerwehrhaus und am Sportplatz fehlen Möglichkeiten zum Klettern, Hüpfen und Rutschen.

Die Schüler ließen keinen Zweifel daran, dass sie sehr genau wissen, wie ein Spielplatz für ihre Altersgruppe aussehen muss. Im Rahmen eines weiteren Projekttags wollen sie dazu Pläne erstellen und im Rathaus vorlegen.

Die Mädchen und Jungen nutzen eine Reihe weiterer öffentlicher Orte... Dazu zählen Straßen in Wohngebieten wie die Hochstädter Straße und die Straße am Kindergarten. Hier werden die Kinder oft vom motorisierten Verkehr im Spielfluss unterbrochen und beeinträchtigt. Nicht selten, so berichteten sie, würden Pkws und motorisierte Zweiräder mit überhöhter Geschwindigkeit fahren. Sie sehen darin eine Gefahrenquelle. Sie wünschen sich, dass die Straßen als Spielstraßen ausgewiesen und dass Radarmessungen durchgeführt werden.

Das betrifft auch den Bereich am Fischweiher, wo die jungen Leute gern Fahrrad und Inliner fahren sowie Fußball spielen. Viele von ihnen halten sich gern in der freien Natur auf, nicht zuletzt auf dem Areal oberhalb der Buchwaldstraße. Die Wiese soll Neubaugebiet werden - ein Gedanke, mit dem sich einige Kinder nur schlecht anfreunden können. Zumal der angrenzende Wald Klettermöglichkeiten bietet. Im Winter dient der Waldrand als Rampe, um mit Schlitten hinunterzusausen.

Kritik am Neubaugebiet

Jürgen Kaltwasser erläuterte, dass das Baugebiet bereits beschlossene Sache sei. Allerdings bleibe eine Furt bestehen, die zum Schlittenfahren geeignet sei, ergänzte Ortsvorsteherin Claudia Czyrt. Auch im Hinblick auf die Wiese konnte sie teilweise Entwarnung geben. Der hintere Bereich werde nicht bebaut.

Ein weiterer Stein des Anstoßes sind aus Sicht der Kinder die fehlenden Querungsmöglichkeiten über die Nibelungenstraße. Dort rolle der Verkehr mitunter gefährlich schnell. In Höhe des Sportplatzes solle ein weiterer Zebrastreifen geschaffen werden...

 

Bergsträßer Anzeiger, 10. Juni 2011