Wandern zum „Filetstück"
NEULEININGEN: Drei-Burgen-Weg soll Extratour werden - Projekt-Vorschlag: Neue Route über Felsgarten
Wenn in diesem Jahr der Premiumwanderweg „Pfälzer Weinsteig" von Neuleiningen nach Schweigen-Rechtenbach eröffnet wird, werden auch am Haardtrand viele Wanderfreunde erwartet. Damit diese auch im Leiningerland verweilen, soll der bestehende Drei-Burgen-Wanderweg zu einer zertifizierten Extratour ausgewiesen werden. Dies plant die Projektgruppe „Rad- und Wanderwege" im Prozess der Integrierten Ländlichen Entwicklung (Ile) im Leiningerland.
Auf den drei neuen Premiumwanderwegen in der Pfalz (Weinsteig, Waldpfad, Höhenweg) werden rund 60.000 Wanderer im Jahr erwartet, schreibt das Ile-Regionalmanagement in einer Pressemitteilung. Die Hälfte allein werde der rund 80 Kilometer lange Weinsteig anlocken. Diesem Publikum gelte es, ein weiteres Wander-Angebot zu machen. Der Drei-Burgen-Weg, der über 21 Kilometer von Neuleiningen über Altleiningen nach Battenberg führt, habe mit kleineren Veränderungen das Zeug zur „Extratour" - einem zertifizierten Rundwanderweg des Deutschen Wanderinstituts-, lautet das Fazit der Ile-Projektgruppe „Rad- und Wanderwege".
Ein Vorschlag lautet, einen „Schlenk" über das Felsenmeer und den idyllischen Kupferberg, eine der nahen Attraktionen, mit in die Route aufzunehmen. Diese Umlegung führe zum künftigen „Filetstück" des Wanderwegs, das sich „Leininger Felsengarten" nennen könnte. Das ist das Ergebnis einer achtstündigen Begutachtungs-Wanderung der neunköpfigen Gruppe.
Dieser Gruppe gehören vor Ort unter anderem die Bürgermeister von Battenberg, Jürgen Schraut, und Altleiningen, Frank Dennhardt, sowie Stephan Schenk (Naturfreundehaus Rahnenhof) und Elke Eschenbacher vom unterstützenden Beratungszentrum „ Kobra" in Landau an. Mit von der Partie war auch Wanderscout Peter Zimmermann, Tourismusleiter der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland. 34 Kriterien zur Attraktivität der Strecke standen bei der Tour auf dem Prüfstand ... So dürfen beispielsweise nur 15 Prozent oder zwei Kilometer am Stück der Gesamtstrecke asphaltierte Wege sein. Kulturelle Sehenswürdigkeiten oder ein schönes Wechselspiel der Landschaften geben dabei Pluspunkte... Nach der Klärung der Besitzverhältnisse der betroffenen Waldstücke folgten die Kostenermittlung und die Frage nach Landeszuschüssen. Laut Ile könnten im April 2012 die ersten Wanderer die neue Strecke erobern: Dann möglicherweise als „Leininger Burgenweg", um Verwechslungen mit anderen gleichnamigen Wegen auszuschließen.
Die Rheinpfalz, 19.08.2010
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