Mehr Pflanzen für langsamere Autos
Erlenbach: Interesse an Dorferneuerung
Groß war das Interesse an der Einwohnerversammlung im Bürgerhaus am Mittwoch: Für 100 Bürger wurde bestuhlt und kaum ein Platz blieb frei. Die Gemeinde hatte zu einem Zwischenbericht zur Dorferneuerung geladen.
Mit dem Verkehrkonzept, der Sanierung der Hauptsraße 47 und einem Dorfbegrünungskonzept wurden drei Themen der Dorferneuerung vorgestellt. Um die hohe Geschwindigkeit der durchfahrenden Autos und besonders der vielen Lastwagen in der Haynaerstraße und Kandelerstraße zu drosseln, sollen dort alternierend Parkboxen entstehen. Die sollen mit Pflanzkübeln geschmückt werden, damit die Autos auch dann langsam fahren müssen, wenn gerade niemand parkt, sagte Planer Michael Heger aus Kaiserslautern.
Zudem sollen an den Ortseingängen Bäume gepflanzt und die Bushaltestelle verlegt werden. Die Fahrbahn soll verengt werden: Hält ein Bus an, kann er nicht mehr überholt werden. Da die Straße Kreisstraße ist, müssen alle Maßnahmen mit dem Landesbetrieb Mobilität Speyer (LBM) abgestimmt werden. Das LBM habe zugestimmt und will die Parkboxen zur Probe auf eigene Kosten aufmalen, freute sich Moderator Peter Dell vom Büro Kobra, Landau…Das liege wohl am großen Engagement der Bürger. Das LBM will sogar eine achttägige Verkehrszählung mit Geschwindigkeitsmessung durchführen.
In einem zweiten Bauabschnitt sollte die Hauptstraße umgestaltet werden, hier sind alternierende Parkboxen und mehr Grün vorgesehen…. Zwar sei der Zustand der Gebäude in der Hauptstraße 47 nicht besonders gut, bis auf ein Nebengebäude aber alles erhaltenswert. Im Hauptgebäude sind ein Seniorentreff mit Cafe, ein Jugendraum der Kirche und die Bücherei geplant. In eines der Nebengebäude könnten Jugendtreff und Nachbarschaftstreff untergebracht werden. Zudem soll der Hof so umgestaltet werden, dass er zum Sitzen einlädt. Ein Fußweg zum Neubaugebiet ist geplant.
Alle Vorschläge kamen aus den Arbeitsgruppen, der Planer habe sie nur umgesetzt, betonte Dell. Mit Wendy Scardyfield stellte eine Bürgerin die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppe „Dorfbegrünung" vor. Die Gruppe schlägt vor, im Ort einheitliche Bäume (Säulenbuche oder Stadtbirne) zu pflanzen. Die Pflanzen an den Rankbögen, die schlecht wachsen, sollten gegen Clematis ausgetauscht werden. An begrünten Flächen sollten Rosen gepflanzt werden, als Sträucher zum Beispiel Lavendel verwendet werden. Wie das aussehen könnte, soll auf der Verkehrsinsel ausprobiert und gezeigt werden, schlug Scardyfield vor. Die Pflanzen würden 851 Euro kosten.
Die Rheinpfalz, 16. April 2010
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