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Neuer Kinderstadtplan für Lörrach

 

Nach rund einem halben Jahr der Be- und Überarbeitung ist die zweite Ausgabe des Lörracher Kinderstadtplans da. Bürgermeisterin Marion Dammann übergab ihn … den Kindern zur Nutzung.

 

Dazu waren stellvertretend für die vielen Dritt- und Viertklässer aus neun Lörracher Grundschulen, die für die Neuausgabe ihre Quartiere unter die Lupe genommen haben, je eine Klasse der Grundschule Tumringen und der Neumattschule zum Empfang ins Rathaus eingeladen; dazu Vertreter der Sponsoren und vom Kobra-Beratungszentrum für kommunale Kinder-, Jugend-, Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung, die das Stadtplan-Projekt betreut haben.
Auf "moderierten Streifzügen", so Stefan Dieterle (Fachbereich Jugend/Schule/Sport), durch die Quartiere haben die Kinder aufgespürt und aufgelistet, was ihnen wichtig ist: Spielgelegenheiten und Treffpunkte, Gefahrenstellen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, dazu Kindergärten, Schulen, Stadtbibliothek, Sportstätten und andere Freizeiteinrichtungen, Bäder und Theater und vieles mehr.
Der erste Kinderstadtplan war Ende 2005 erschienen. Nun bestand Überarbeitungsbedarf. Neue Wohngebiete … kamen hinzu, neue Straßenverbindungen und Spielplätze ... Schlittenhänge finden sich ebenso in dem Plan wie Wiesen, auf denen man Drachen steigen lassen kann. So enthält der Plan eine Fülle Informationen von Kindern für Kinder. Deren Wert besteht auch in der Aktualität, worauf der Geschäftsführer von Kobra in Kandern, Frank Awender, hinweist. Die Kinder, die ihre Tipps für den ersten Kinderstadtplan gegeben hatten, seien unterdessen in den achten und neunten Klassen. Und: Es sind Informationen aus dem Blick der Kindern, nicht aus der Sicht von Erwachsenen. Das gilt auch für Gefahrenstellen im Verkehr, die durchaus unterschiedlich wahrgenommen werden. Kobra, so Awender und seine Kollegin Bettina Völkel, geht es um Beteiligung, in diesem Fall, die Beteiligung der Kinder. Das Projekt sei nur dank der Unterstützung etlicher Sponsoren und der Stadt möglich geworden, denen der besondere Dank von Bürgermeisterin Dammann galt. So leisteten sie einen Beitrag zur Familien- und Kinderfreundlichkeit der Stadt. Das sei der Kinderstadtplan, den es auch andernorts gibt…


Badische Zeitung, 27. Juli 2009