Navigationshilfe in die Zukunft
Mit den Bürgern ein Leitbild entwickeln für die nächsten 20 Jahre - Zunächst die Stärken betonen
„Wie sieht die Entwicklung von Schifferstadt in den nächsten 20 Jahren aus? Dafür soll ein „Leitbild" entwickelt werden mit Unterstützung eines professionellen Beratungszentrums. Aufgerufen sind aber auch alle Bewohner, daran mitzuarbeiten. Das soll in Gesprächsrunden an mehreren Abenden geschehen, ...
Ausgehend von einer Bestandsaufnahme, für die schon eine Menge Daten zusammengetragen wurden, soll dann ein „Leitbild" entworfen werden . „Navigationshilfe auf dem Weg in die Zukunft" nennen es Fachleute mit dem Verweis darauf, dass Schifferstadt zu den wenigen Kommunen gehöre, die noch kein „Leitbild" vorweisen können. Dr. Peter Dell vom KOBRA-Beratungszentrum, das mit Bürgern vor Ort das „Leitbild" erarbeiten wird, gab übereinstimmend mit Bürgermeister Klaus Sattel und Uwe Volk, Leiter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und verantwortlich für Stadtmarketing, in einem Pressegespräch eindeutig die Devise aus „Hier geht es um die Innen-Entwicklung", was soviel bedeutet, wie: Stärken herausfinden, sie ins rechte Licht rücken und eventuell weiter verbessern. Bürgermeister Klaus Sattel macht das deutlich: „Nicht krampfhaft versuchen, mit anderen Städten zu konkurrieren, ... ". Natürlich sollen auch Schwächen erkannt und Wege zur Abhilfe aufgezeigt werden. Zunächst aber gehe es darum, sich mit dem vorhandenen Positiven zu beschäftigen.
Dazu nannte Berater Dr. Dell einige herausragende Aspekte aus der bisherigen Daten-Erhebung. So sei Schifferstadt seit 1989 stetig gewachsen und auch bei der demographischen Entwicklung schneide Schifferstadt vergleichsweise günstig ab. „Hier wohnen mehr junge Leute als im Landkreis-Durchschnitt" listete Dell auf, ...
„Was kann Schifferstadt bieten als eine Stadt, die immer noch wächst?", nannte Dr. Dell als Kernfrage für das „Leitbild". Das heißt, Standortvorteile müssten klar aufgezeigt werden, sodass sie für potenzielle Investoren, für Einwohner und Besucher schnell erkennbar werden und bewusst wahrgenommen werden.
Wichtig sei das Vorhandensein eines „Leitbildes" unter anderem auch bei der Beantragung von Zuschüssen,erklärte Uwe Volk, denn „da werden wir immer wieder gefragt, wo wollt ihr denn eigentlich hin?". Am Ende sei das „Leitbild" schließlich keine unverbindliche Zielvereinbarung, sondern werde vom Stadtrat beschlossen und beinhalte letztlich auch konkrete Maßnahmen.
Der jüngste Anstoß für eine „Leitbild-Entwicklung" war vom Stadtmarketing-Arbeitskreis I (Handel, Handwerk, Gewerbe, Dienstleistungen) ausgegangen. ... „Das Leitbild wird nicht primär für das Stadtmarketing entwickelt" , auch wenn es dort hilfreich sein werde. Den „ganzheitlichen Aspekt" hob auch Dr. Peter Dell hervor. So müssten beispielsweise soziale Gesichtspunkte ebenso einbezogen werden wie wirtschaftliche
Termine:
Auftakt-Veranstaltung mit ausführlichen Darlegungen zur Entwicklung eines Leitbildes am Mittwoch, 28. Mai, 19 Uhr, mit Dr. Peter Dell, im Pfarrzentrum St. Jakobus.
Gesprächstermine sind dann am 5. Juni im Pfarrheim Herz-Jesu, am 11. und 15. Juni im Pfarrzentrum St. Jakobus, alle um 19 Uhr und alle jeweils offen für alle interessierten Bürger.
DIE RHEINPFALZ, 24. Mai 2008
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