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Planschen, bolzen, Skateboard und Schlittschuh fahren

KÄSHOFEN: Wünsche der Kinder und Jugendlichen - Sehr hohe Beteiligung von jungen Käshofern bei der Dorfmoderation

Ein Gelände für Skateboarder mit Kletterwand und Hängematte, ein Wasserspielplatz, ein Bolzplatz und ein Schulgarten stehen ganz oben auf der Wunschliste der Kinder und Jugendlichen aus Käshofen. 30 Jugendliche und rund 20 Kinder hatten bei der Dorfmoderation Entwürfe ausgearbeitet. Ihre Ideen stellten sie am Donnerstag rund 40 Käshofern im Dorfgemeinschaftshaus vor. An dem Abend zog Käshofen eine Halbzeitbilanz der Dorfmoderation.
„Dort, wo jetzt noch der alte Bauwagen steht, könnte man eine Halfpipe hin machen und einen Basketballkorb. Eine Kletterwand in Absprunghöhe wäre auch super. Man könnte noch ein Netz zwischen den Bäumen spannen, in das man sich reinlegen kann und auf der anderen Seite noch Vorrichtungen für Volleyball oder Bauwagen. …", erklärte Daniel Hoffmann stellvertretend für die rund 30 Jugendlichen. Auf dem Gelände des ehemaligen Schulgartens könnte eine Sitzecke entstehen, die auch Rollstuhlfahrern einen Zugang ermöglicht…

Auch einen Wasserspielplatz könnte es geben. Das war vor allem der Wunsch der Kleineren, für die Eveline Bautscha vom zuständigen Planungsbüro Kobra stellvertretend sprach: „Die Kinder wünschen sich ein Kneipp-Becken mit einer Pumpe, aus der man selbst Wasser pumpen kann, um die Füße sauber zu machen. Außerdem würden sie das Wasser gern über Sand- und Kieswege leiten und einen Staudamm bauen. …."
Ein Bolzplatz soll ebenfalls entstehen: „Dort stehen momentan nur kaputte Tore. Die Kinder und Jugendlichen wünschen sich vor allem einen Rasenplatz, der auch abgegrenzt ist, damit sie keinen Ärger bekommen, wenn der Ball mal ins benachbarte Feld fliegt." Der Bolzplatz wurde vor allem von den Jungs vorgeschlagen. Die Mädchen würden gerne eine eigene Fußballmannschaft gründen. „Dazu müssten wir uns allerdings mit anderen Ortschaften zusammenschließen. Hier gibt es nicht genug Mädchen, die Fußball spielen wollen", bedauerte Lena Stephan.
Auch in Sachen Unterhaltung haben sich die Jugendlichen einiges überlegt: „Wir würden gerne ein Seifenkistenrennen veranstalten und auch das „Spiel ohne Grenzen" wieder aufleben lassen, bei dem verschiedene Dörfer gegeneinander antreten. Von mir aus auch nach dem Motto „Schlagt die Käshofer"", sagte Lena Stephan, die ebenfalls stellvertretend für die Jugendlichen spricht. Auch eine Schlittschuhbahn auf einem gefluteten Feld würden sie sich wünschen. Bürgermeister Karl Hoffmann hat auch gleich einen Vorschlag parat: „Der Reiterhof flutet doch sowieso jeden Winter seinen Reitplatz. Mit denen könnte man doch mal reden - vorausgesetzt, es ist auch kalt genug für eine Schlittschuhbahn."
Die Kinder wünschen sich wieder eine „Spatzenbande". „In der Gruppe könnten sie spielen, basteln, Filmabende veranstalten oder kochen", berichtet Eveline Bautscha... Die Jugendlichen hingegen wünschen sich einen Chor - „allerdings mit moderneren Liedern. So was wie Gospel zum Beispiel", sagt Lena Stephan. Ein Konzert auf dem Sportplatz mit bekannten Bands, beispielsweise „Elliot", würden die Jugendlichen auch gerne organisieren.

Ein Thema diskutierten die anwesenden Erwachsenen allerdings besonders stark: einen Jugendraum. Ein Zuhörer schlug vor, den alten Bauwagen herzurichten. „Aber da kann man dann keine Computer anschließen oder mal eine Musikanlage", gab Karl Hoffmann zu bedenken. Auch die Idee, den Jugendlichen ab und an den Gemeinschaftsraum zur Verfügung zu stellen, musste verworfen werden. Die Zuhörer waren sich einig: Die Jugendlichen brauchen einen festen eigenen Platz - „vor allem auch ein Ort, an dem nicht jeder grad so durchläuft und der nur ihnen gehört", fand Bürgermeister Hoffmann. Die Kleinen wünschen sich vor allem eines: „ein Hotel, damit mehr Touristen nach Käshofen kommen, um ihr schönes Dorf zu sehen", sagt Eveline Bautscha.

DIE RHEINPFALZ, 31. Mai 2008