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Siebeldingen: Reges Bürgerinteresse

Auftakt zur Dorfmoderation
Knapp 100 Bürger waren am Donnerstag zur Auftaktveranstaltung der Dorfmoderation gekommen und zeigten so Interesse an der Entwicklung Siebeldingens. 35 davon erklärten sich spontan bereit, in einem der drei Arbeitskreise "Dorfbild", "Dorfgemeinschaft und Kommunikation" sowie "Infrastruktur und Tourismus" mitzuarbeiten und Ideen einzubringen.
Moderator Martin Theodor und Dr. Peter Dell vom Landauer Büro Kobra ... zeigten sich ebenso wie Dipl. Ing. Hans-Jürgen Wolf vom Planungsbüro Wolf aus Kaiserslautern beim Startschuss auf dem Weg zur Anerkennung als Schwerpunktgemeinde begeistert über das außergewöhnlich große Interesse begeistert.
Ortsbürgermeister Gregor Hartmann gab als Motto des Entwicklungsprozesses aus: "Die Zukunft von Siebeldingen selbst gestalten." Hartmann forderte seine Mitbürger auf, die Chance für die Entwicklung eines Zukunftskonzeptes zu nutzen. Es solle ein Aktionsprogramm für die nächsten Jahre mit dem Ziel entstehen, die Lebensgrundlagen und Entwicklungschancen für die jetzige und die künftigen Generationen zu sichern. Angestrebt werde ein Entwicklungsprozess, der ökologisches Gleichgewicht, ökonomische Sicherheit und soziale Gerechtigkeit gleichermaßen berücksichtige,... Hartmann machte deutlich, dass ein Handlungsprogramm nicht alleine von den Verantwortlichen einer Gemeinde konzipiert wird, sondern möglichst viele Bürger daran partizipieren sollten ...
Bei der Motivierung und Sensibilisierung der Bevölkerung erlebte Martin Theodor im Anschluss an die grundsätzlichen Ausführungen von Hartmann eine Auftaktveranstaltung, bei der die Bürger selbst eine Bestandserhebung vornahmen, Kritikpunkte ebenso ansprachen wie Positives unter der Fragestellung "Was ist gut in Siebeldingen".
Missfallen erregten etwa die Häuserfaden, der Hundekot in den Dorfstraßen und Flur, die eingeschränkten Einkaufsmöglichkeiten, die Gestaltung der Ortseingänge, ... bis hin zu den Fußgängerüberwegen. Wiederholt angesprochen wurde das Bahnhofsumfeld, dessen Pflege vernachlässigt werde. Dies gilt auch für den Schulgarten, die fehlenden sanitären Einrichtungen bei der Feuerwehrhalle oder Informationstafeln mit den Rundwanderwegen. Ein wichtiges Thema war auch die Parkplatzsituation, fehlendes touristisches Angebot für die Urlaubsgäste, ein fehlendes Dorfzentrum, Leerstände im Dorfbereich. In einem schlechten Zustand seien Treppen und Wege auf dem Friedhof. Beklagt wurde auch das Fehlen einer urigen Dorfwirtschaft, einer Weinstube sowie ein Cafés ....
Lobend erwähnt wurden Schule, Kindergarten, Turnhalle ebenso wie eine gehobene Gastronomie. Ebenso positiv aufgenommen wurden der Zusammenhalt im Dorf und die Offenheit gegenüber den Gästen.
Ideen und Verbesserungsvorschläge sollen nun ausgewertet und katalogisiert sowie Mitte Februar in den konstituierenden Sitzungen der drei Arbeitskreise behandelt werden.

DIE RHEINPFALZ, 23. Januar 2006