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Oberarnbach: Nachbarschaftshilfe und bessere Infrastruktur

Oberarnbacher Bürger haben sich seit Frühjahr überlegt, wie ihr Dorf noch wohnenswerter werden kann. In Arbeitsgruppen zur Dorfnerneuerung hat man sich mit Senioren- und Nachbarschaftshilfe, mit dem Dorfplatz oder der Infrastruktur befasst. Konzeptionelle Hilfe gab es dabei von außen: Das Beratungszentrum für kommunale Kinder-, Jugend-, Bürgerinnen und Bürgerbeteiligung (Kobra), Landau, hat die Dorfmoderation übernommen.
Besondere Fortschritte erzielte die Arbeitsgruppe „Senioren- und Nachbarschaftshilfe"... In den vergangenen Tagen wurden Fragebögen an alle Haushalte verteilt. „Darin kann man angeben, in welchem Bereich man Hilfe braucht, etwa bei Arztbesuchen oder bei der Gartenarbeit", erklärt Kobra-Geschäftsführer Peter Dell den Fragebogen. „Gleichzeitig können sich auch Bürger eintragen, die bereit sind Hilfe zu leisten." Damit nicht nur die ältere Generation angesprochen wird, kann auch Hilfe beim Babysitting oder in der Tierbetreuung angeboten werden.
Mit der Sanierung und dem Umbau der Arnbachhalle soll dort ein Zentrum für die Senioren entstehen. Vorstellbar wäre der Sitzungssaal, hat sich Ortsbürgermeister Arno Eckel überlegt: „Der Saal wird höchstens sechs Mal im Jahr für die Ratssitzungen gebraucht, den kann man außerhalb der Sitzungen doch auch verwenden." Die Arbeitsgruppe kann sich hier eine Bibliothek mit einer Leseecke vorstellent. „Auch Vorträge, Filme und Diavorträge könnten hier angeboten werden", erläutert Dell die Ideen. Perfekt wäre in der Arnbachhalle damit auch das Zusammenspiel von Jung und Alt innerhalb der Gemeinde, unterstützt Peter Dell die Grundidee: „Oben unterm Dach befindet sich der Jugendraum, vielleicht könnten die Jugendlichen auch Computerkurse für die Senioren anbieten."...
Besonders froh sind Eckel und Dell, dass sich auch die amerikanischen Einwohner der Dorfmoderation nicht verschließen. „Zwei Amerikanerinnen kommen zu den Treffen", so Dell. Daraus entstand die Idee zu einem deutsch-amerikanischen Barbecue....
Bei einem Rundgang hatte Dell sofort festgestellt, dass das Ortsanfangsschild von Obernheim her viel zu weit im Ort steht. „Durch das Neubaugebiet ist Oberarnbach größer geworden, die erste Straße liegt direkt hinter dem Schild." Dieses Schild soll nun als erstes verschoben werden... Weitere Maßnahmen, wie Parkbuchten, könnten geplant werden.
Per Traktor und Hänger fährt die Arbeitsgruppe „Tourismus und Infrastruktur" am 15. September die Gemarkung und die Grenzen der Gemeinde ab. Hier sollen mögliche Wanderwege und Spazierwege für kleinere Rundgänge ausgeguckt werden. Auf dem Dorfplatz könne eine Tafel mit den entsprechenden Wegen angebracht werden. „Die Wege brauchen teilweise nur noch frei geschnitten oder geschoben werden." Einer dieser Wege soll am Dorfplatz vorbeiführen. Hier soll zudem ein Kneippbecken entstehen.
„Die Vorstellungen der Bürger wurden jetzt herausgearbeitet, die Planung muss nun vom Planungsbüro Wolf erstellt werden", erklärt Dell die weitere Vorgehensweise. (rnk)

Info: Am Samstag, 23. September, findet ab 17 Uhr ein deutsch-amerikanisches Fest statt, damit sich Oberarnbacher und die 60 amerikanischen Einwohner besser kennen lernen. Nach dem Barbecue sind die Gäste ab 20 Uhr zum Weinfest mit Liedern des Gesangvereins eingeladen.

DIE RHEINPFALZ, 07. September 2006