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Stadecken-Elsheim: Die Kinder formulieren ihre Wünsche
Gemeinderat Stadecken-Elsheim setzt bei Freizeitgestaltung auf Dialog / Spielleitplanung
Die große Zahl junger Besucher bewies, dass eine besondere Ratssitzung in Stadecken-Elsheim anstand: Kinder und Jugendliche stellten dem Ortsgremium die Ergebnisse ihrer Arbeit im Rahmen der "Spielleitplanung" vor.
Seit der Rat ... grünes Licht gegeben hat, ist viel geschehen: Die Arbeitsgruppe "Spielleit-planung" mit Erika Doll an der Spitze bildete sich, Streifzüge durch die Doppelgemeinde und Workshops fanden statt. Ein Planentwurf entstand, der die Vorstellungen der Kinder dokumentiert. Und mit der Umgestaltung des Spielplatzes Kleinfeld I wurde ein Starterprojekt auf den Weg gebracht. Zudem sind weitere Dinge in Bewegung gekommen: Das Beachvolleyballfeld hat längere Öffnungszeiten, Jugendliche haben die Schutzhütte an den Tennisplätzen renoviert, es gibt ein zweites Tor an der Ranch.
Stelltafeln zeigten nun im Gemeinderat die Areale, die die jungen Nutzer auf ihrer Prioritätenliste ganz oben angesiedelt haben. Der Bolzplatz, die Umgebung der Schutzhütte an den Tennis-plätzen, die Schulwiese, der Treffpunkt am Haus des Kindes, der Weiher, die Ringstraße und die Burg Stadeck kamen zur Sprache. Konkrete Ausstattungswünsche wurden formuliert ... Aber die Kinder mahnten auch Änderungen im Verhalten der Verkehrsteilnehmer an ...
Die Beiträge stießen im Rat auf offene Ohren. "Landschaftsräume, die zum Spielen Anreiz geben, wollen wir den Kindern wieder zugänglich machen", nannte Bürgermeister Hermann Müller mit Blick auf den Effengraben ein Ziel der Gemeinde und bot den jungen Mitbürgern an, den Dialog fortzusetzen. "Stets im Gespräch zu bleiben", ist denn auch nach Ansicht von Martin Theodor vom begleitenden Beratungszentrum "Kobra" das wesentliche Element, um Konflikten zwischen Anwohnern und Jugendlichen zu begegnen und Lösungen zu erarbeiten. Auch stellte sich heraus, dass es zwischen kleinen und großen Nutzern mancher Freizeitbereiche Konflikte gibt. Dort will man versuchen, für beide Gruppen eigene Bereiche zu schaffen.
Die Leitlinien für die Spielleitplanung wurden einstimmig beschlossen. Sie besagen, dass Kinder und Jugendliche in die Gestaltung ihres Lebensraumes einzubeziehen sind mit dem Ziel, Spielräume zu vernetzen und ein kinderfreundliches Umfeld zu schaffen.
Als nächster Schritt wird eine Dokumentation des Erarbeiteten erstellt, die in einer Bürgerversammlung optimiert und danach vom Rat beschlossen werden soll. "Sie haben damit einen Plan an der Hand, die Wünsche der Kinder zu sehen und zu überlegen, was Sie wann umsetzen können", gab Dr. Birgitta Goldschmidt vom Planungsbüro "Stadt und Natur" den Räten mit auf den Weg ...
Allgemeine Zeitung, 12.01.2005
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