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Stadecken-Elsheim: Spielleitplanung
Spielplätze mit Wasser und Klettertürmen
Kinder und Jugendliche aus Stadecken-Elsheim arbeiten bei Spielleitplanung mit / Vorschläge gesammelt.
Die Spielleitplanung der Selztalgemeinde Stadecken-Elsheim nimmt langsam Fahrt auf. Jetzt sind auch Kinder und Jugendliche ganz konkret einbezogen worden.
Nachdem der Gemeinderat im vergangenen Jahr den Beschluss für die Spielleitplanung gefasst hatte, bildete sich ein zehnköpfiger Arbeitskreis aus Vertretern des Rates, der Vereine und der Bürger. Zusätzlich wurden als externe Berater Martin Theodor vom Beratungszentrum "Kobra" (Landau) und Birgitta Goldschmidt vom Planungsbüro "Stadt + Natur" (Koblenz) engagiert ... Ziel ist es, die ganze Gemeinde wieder als Spiel- und Lebensraum erlebbar zu machen.
In der vergangenen Woche lud der Arbeitskreis alle Kinder und Jugendlichen ein, auf Streifzügen durch die beiden Ortsteile ihre Vorstellungen eines kinderfreundlichen Dorfes aufzuzeigen.
... Nur ein kleiner Trupp von Jugendlichen erschien am Treffpunkt, aber während des Rundgangs stießen immer mehr Teilnehmer hinzu und formulierten ihre Vorstellungen. Für sie war es besonders wichtig, den Platz an den Tennisplätzen aufzuwerten. Mithilfe wurde angeboten - beim Aufräumen oder beim Streichen.
Weitaus größer war die Resonanz bei den Sechs- bis Zwölfjährigen. An über 70 Plätzen - den Spielplätzen, an Selz und Saubach, auf Wiesen, Weiden oder an einzelnen Kletterbäumen - zeigten sie, wo sie sich zum Spielen treffen und was sie dort tun...
Und so war es nicht verwunderlich, dass sich über 20 Kinder am Wochenende in der Grundschule einfanden, um in einer "Zukunftswerkstatt" das aus ihrer Sicht ideale Dorf zu basteln. Phantasievoll stellten die Kinder dar, dass sie sich Spielplätze mit vielfältigen Spielmöglichkeiten wünschen, mit Wasser, Klettertürmen und Zelten, aber auch mit Rückzugsmöglichkeiten zum Träumen - dies alles in intakter Natur und mit klaren Grenzen zwischen den Spielräumen für die jüngeren und die älteren Nutzer. Bei der Frage nach den Prämissen wurde schnell klar, dass Kompromisse gefragt sind - wenn etwa die einen gerade auf der Wiese Fußball spielen wollen, wo die anderen lieber Pferde füttern möchten...
Als nächster Schritt werden die Ergebnisse von Streifzügen und "Zukunftswerkstatt" in Wort und Bild zusammengefasst... Diese soll dann Stück für Stück auch umgesetzt werden.
"Die Kinder sollen wissen, dass das Projekt weiter geht", sieht Erika Doll, die als Ansprechpartnerin zwischen Gemeinde und Arbeitskreis fungiert, den strammen Terminplan als unabdingbar an. Ein Starterprojekt steht mit der Neugestaltung des Spielplatzes "Im Kleinfeld" bereits fest.
Allgemeine Zeitung, 11.05.2004
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