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Quirnbach: Mit Leben im Dorf anscheinend ganz zufrieden
Auftaktveranstaltung zur Dorfmoderation - In Bestandsaufnahme positive und negative Punkte aufgelistet
Knapp 40 Bürgerinnen und Bürger aus den Ortsteilen Quirnbach und Liebsthal waren zur Auftaktveranstaltung zur Dorfmoderation gekommen und zeigten so Interesse an der Entwicklung des Dorfes. Erfreut zeigte sich Ortsbürgermeister Hugo Nicolai, dass auch einige Jüngere dabei waren. Moderator war Martin Theodor vom Beratungszentrum Kobra, das die Gemeinde während der Dorfmoderation begleiten wird.
Im letzten Jahr wurde Quirnbach als Schwerpunktgemeinde in der Dorferneuerung anerkannt. Die Maßnahme erstreckt sich über sechs Jahre. Während dieser Zeit werden kommunale und private Investitionen bei der Bezuschussung bevorzugt. Zunächst gab es eine Bestandserhebung. Missfallen erregte etwa die Parkplatzsituation am Pferdemarkt, die fehlende Ausweisung von Wanderwegen, mangelnde Toiletten hinter der Friedhofshalle oder Hunde und Katzen auf dem Spielplatz.
Die positiven Punkte zeigten aber, dass die Bürgerinnen und Bürger sehr wohl mit ihrem Dorf zufrieden sind. Hier wurde die gute Ausstattung mit Handwerksbetrieben, die Grundversorgung mit Bäcker, Metzger und Gaststätte und die Verkehrsanbindung genannt. Aber auch Kerwe, Pferdemarkt und das aktive Vereinsleben wurden lobend erwähnt. Ebenso positiv aufgenommen wurde der Zusammenhalt im Dorf und die Offenheit gegenüber Gästen. Auch die neue Brunnenanlage und der Radweg zwischen Quirnbach und Liebsthal fanden Aufnahme in die Positivliste.
Ideen und Verbesserungsvorschläge gab es en masse. Die Anlage eines Pflanzen- und Kräuterlehrpfades entlang der Autobahn, die Beschilderung von Wanderwegen und die gesonderte Ausweisung von Reitwegen lagen den Teilnehmern besonders am Herzen. Es wurde auch angeregt, an der Brunnenanlage einen Grillplatz zu errichten, mehr Ruhebänke aufzustellen und die Beleuchtung der Wege zum Delmeshof und zum Jagdhaus Liebsthal zu verbessern. Wichtig war auch die Erhaltung alter Bausubstanz und die Sanierung leer stehender Häuser. Ebenfalls wurde die Schaffung von Räumlichkeiten für die Jugend und die Ortsvereine angeregt, zum Beispiel in einem Dorfgemeinschaftshaus. Aus den Reihen der Jugend kam die Anregung, mehr Tanz- und kulturelle Veranstaltungen abzuhalten. Die Fülle der Anregungen und Ideen wird nun von Martin Theodor ausgewertet und katalogisiert. Ein nächster Schritt ist die Bildung von Arbeitsgruppen zu den einzelnen Themenbereichen.
Die Kinder und Jugendlichen hatten bereits im Dezember positive und negative Aspekte erarbeitet. Sie waren am Freitag in zwei Gruppen mit Martin Theodor sowie Sabine Haselmann und Katharina Seyl unterwegs. Und dokumentierten mit Fotos, was ihnen bei ihrer Bestandserhebung im Dorf auffiel. Die Bilder werden zu einer Ausstellung zusammengestellt.
Die Rheinpfalz, 03. Ferbruar 2003
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