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Eulenbis: Kinder äußern ihre Wünsche zur Dorfentwicklung
"Ich würde die Optik verbessern, es gibt so viel zu tun", sagt Tobias Metzger (14). Er gehört zu der Gruppe von Kindern und Jugendlichen, die sich am Samstag im Bürgerhaus Eulenbis versammelt haben, um der Gemeinde ihre Meinung zur Dorfentwicklung zu sagen. Die Kinder haben die schönen und weniger schönen Plätze in Eulenbis fotografiert und sollen nun, mit Buntstiften, Malkreide und Fingerfarben bewaffnet, eine Ausstellung vorbereiten: Was gefällt euch in Eulenbis? Was würdet ihr verbessern? Welche Träume habt ihr?, sind die Leitfragen.
Eulenbis wurde im Juni 2002 als Schwerpunktgemeinde der Dorferneuerung anerkannt... Alle Bürger sollen Vorschläge zur Verbesserung einbringen - auch die Kinder. Begleitet wird das Programm von Martin Theodor, dem Moderator der Dorferneuerung. "Das Geld spielt erstmal gar keine Rolle. Die Kinder sollen ihre Wünsche vorstellen - ob wir die auch umsetzen können, entscheiden wir später in unseren Arbeitsgruppen." Wichtig sei, dass sich die Jugendlichen als Bürger der Gemeinde ernst genommen fühlen und auch ernst genommen werden. Das sieht auch Jugendpfleger Helmut Rill so: "Wenn die Kinder schon früh merken, dass auch sie etwas bewegen können, dann werden sie sich auch später in der Gemeinde engagieren." Sicherlich sei es nicht möglich, alle Wünsche eins zu eins umzusetzen, so Theodor, aber: "Statt ein Kino zu bauen, könnte man einen Filmabend machen, das wäre sicherlich ein Anfang."
Doch es sind vor allem die kleinen Dinge, die den Kindern auffallen: "Dies ist keine Bank für ein Liebespaar", steht in Fingerfarben neben dem Foto einer beschädigten Bank. Keine Tonne für Altbatterien, kein Fahrradständer auf dem Spielplatz, kritisieren die kleinen Eulenbiser weiter. "Der Fußballplatz müsste besser gepflegt sein... ", meint David Grimsch (15). An manchen Grundstücken fehle die Bepflanzung, "das sieht dann aus wie in einer Großstadt".
Janika Assenmacher (12) hat jedoch auch Positives entdeckt: "Es gibt viele schöne Plätze." Zum Beispiel? "Der Eulenkopfturm, die Festhalle, das Beerenweinmuseum und der Jugendraum, der vor einem Jahr eingerichtet worden ist", zählt sie auf. Die tolle Aussicht und die Ruhe sind weitere Positiva, die Eulenbis in den Augen der Kinder sogar als Luftkurort würdig erscheinen lassen. Schwimmbad, Kino und Minigolfplatz stehen auf der Wunschliste, die die Jugendlichen Ortsbürgermeister Manfred Bügner präsentieren.
"Schön, dass sich die Gruppe so viele Gedanken gemacht hat", sagt Bügner und gibt zu: "Auch ich wünsche mir ein Schwimmbad, aber das geht leider nicht." Im nächsten Jahr sei der Bau einer Skateanlage geplant. Auch der Bau einer Minigolfanlage bewege sich in "möglichen Dimensionen", so der Ortsbürgermeister, der zugleich betont: "Ich kann aber nichts versprechen." Ein Luftkurort werde Eulenbis zwar nicht werden - "dazu fehlen die sanitären Einrichtungen". Allerdings habe sich der Ort für den Titel "Anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde" beworben.
Alle Beteiligten sind sich einig: Gemeinsam sind wir stark. "Ich habe verstanden, dass nicht alles geht. Aber ich glaube, dass jeder von uns einen kleinen Teil dazu beitragen kann", sagt der 14-jährige Tobias Metzler."
Die Rheinpfalz, 13. Oktober 2003
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