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Wörth: Stadtplan nur für Kinder
Treffpunkte, Spielplätze und gefährliche Orte, aufgelistet für Kids und Jugendliche
Die Stadt einmal ganz aus der Sicht der Kinder sehen, diese Idee verwirklicht sich mit Beginn des neuen Jahres in Wörth. Dort wird dann zum ersten Mal ein Kinderstadtplan erstellt, der zeigt, wo Kinder gerne spielen, sich treffen oder gar vom Verkehr gefährdet fühlen.
'Da fahren sie immer schnell durch!' 'Hier treffen wir uns jeden Mittag.' 'Natürlich muss der Heilbach rein!' In allen Ortsbezirken der Stadt Wörth waren sie vorort unterwegs, die Viertklässler, um alles zu erkunden und festzuhalten, was in einem Stadtplan aus ihrer Sicht aufgenommen werden müsste und sollte. Wie das Beratungszentrum für kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung (KOBRA) mitteilt, werden rund 200 Schülerinnen und Schüler der fünf Wörther Grundschulen und das Jugendzentrum an der Konzipierung des für Wörth entstehenden Kinderstadtplans fachgerecht beteiligt. Denn es ist wichtig, dass die Ideen für eine solche Veröffentlichung von den ortsansässigen Kindern selbst kommen. Sie können ihre Situation am besten beurteilen. Auf das Produkt gespannt zeigt sich auch Bürgermeister Harald Seiter. 'Ich verspreche mir davon eine Bereicherung des öffentlichen Lebens und einen weiteren Schritt zu einer kinder- und familienfreundlichen Kommune'. So sieht es auch die Stadtverwaltung. Denn eines steht fest, von dem, was für die Kinder gut ist, profitieren auch die Erwachsenen, es kann ja nicht schaden, wenn gefährliche Verkehrsknotenpunkte entschärft werden. Dort fühlen sich auch oftmals viele ältere Bürger sehr unwohl. Da jedoch der Stadt die finanziellen Mittel für dieses Projekt nicht zur Verfügung stehen, macht man sich nun auf die Suche nach Sponsoren und Förderern, die die Herstellung und den Vertrieb des Kinderstadtplans unterstützen. Bereits im Januar wollen die Stadt und KOBRA ihr Produkt präsentieren, wenn alles nach Plan läuft. Die erste Auflage von etwa 5.000 Stück wird dann kostenlos in allen Geschäften der Sponsoren ausgelegt. Zudem soll jede Grundschule in Wörth mit Klassensätzen für den Unterricht versorgt werden.
Bei ihrem Rundgang durch die Stadt machten die Schüler auf Gefahrenpunkte ebenso aufmerksam wie auf Treffpunkte und Spielflächen, die ansonsten bisher noch nirgendwo verzeichnet sind. Weitere Bestandteile des Planes sind die Standorte von Kinderspielplätzen, Schulen, Freizeiteinrichtungen, Kulturstätten für Kinder und selbstverständlich der Schwimmbäder. Eingezeichnet werden auch alle Radwege, Fußgängerzonen und verkehrsberuhigte Bereiche und Spielstraßen.
(Wochenblatt Wörth, 30.01.2002)
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