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Frankenthal: Nils Nager präsentiert Kobra-Kinderstadtplan
Lieblingstreffpunkte junger Frankenthaler auf einen Blick: Spielplätze, Skaterbahnen, Jugendtreffs – Radwege ausgewiesen
Eine große, braune Gestalt lugt um die Ecke.'Da ist ja der Nils! Nils, komm doch her!', rufen die Kinder in der Buchhandlung Gondrom. Nils Nager, der Biber von der 'Seite mit dem Biber', der RHEIN-PFALZ-Kinderseite, lässt sich nicht lange bitten und kommt angewatschelt. 'Oh, ist der groß! Kann man den mal anfassen!', rufen sie durcheinander. Eine Kinderstimme sagt plötzlich: 'Der hat ja seine Fußnägel gar nicht geschnitten!' Die Bemerkung bringt schlagartig alle Anwesenden zum Lachen. 'Kobra', 'Nils Nager wird jetzt an alle Kinder den neuen Kinderstadtplan von Frankenthal austeilen. Ich möchte mich bei euch – stellvertretend für alle, die mitgeholfen haben – für die Zusammenarbeit bedanken', eröffnete Peter Dell von dem Beratungszentrum für kommunale Kinder- und Jugendbeteiligung, die offizielle Präsentation des Kinderstadtplans.
Nach den Städten Landau, Bad Bergzabern, Annweiler, Zweibrücken, Neustadt und den Gemeinden Offenbach und Dudenhofen hat jetzt auch Frankenthal einen Kobra-Kinderstadtplan. Dieser enthält alles, was für Kinder interessant ist: Spiel- und Bolzplätze, Skaterbahnen und Jugendtreffs, aber auch Gefahrenstellen und Radwege. Rund 300 Kinder aus den Grundschulen, dem Kinderhort und den Kindertreffs waren an der Entstehung des Plans beteiligt. Sie zeigten den Mitarbeitern von 'Kobra' und dem städtischen Kinder- und Jugendbüro ihre Lieblingstreffpunkte und die Stellen, wo der Straßenverkehr am gefährlichsten ist. Die Kosten für den Plan wurden ausschließlich von Sponsoren getragen. Die größten Sponsoren waren die Stadtsparkasse Frankenthal, die Buchhandlung Gondrom und DIE RHEINPFALZ. Die Stadtwerke Frankenthal und der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) haben sich ebenfalls an der Finanzierung beteiligt.
Für den Beigeordneten Günter Lätsch ist es wichtig, dass endlich alle – für Kinder relevanten – Informationen gebündelt vorliegen: 'In Frankenthal gibt es viele Spielmöglichkeiten. Wir haben alleine 52 Spielplätze. Viele sind den Kindern nicht bekannt, weil sie ein wenig versteckt liegen. Der Kinderstadtplan gibt den Kindern Gelegenheit zusammen mit Ihren Eltern und Großeltern auf Entdeckungsreise zu gehen!' 'Wir werden oft angesprochen, wo es in Frankenthal Spielmöglichkeiten gibt', bekräftigt Uwe Wittemann vom Kinder- und Jugendbüro, 'mit dem Kinderstadtplan können wir den Leuten jetzt einfach weiterhelfen.' 'Die Idee hatten wir schon länger, aber ohne die Hilfe von 'Kobra' hätten wir das nicht in so kurzer Zeit und in der Ausführung schaffen können', ergänzt Jugendamtsleiterin Ute Lenz. Der Kinderstadtplan konnte in nur vier Monaten fertig gestellt werden. 'Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass Kinder einfach kompetenter sind als Erwachsene, wenn es um ihre Belange geht. Deshalb sollte man sie zu Rate ziehen, nicht nur zur Erstellung solcher Pläne, sondern auch beispielsweise bei Spielplatzplanungen und Schulhofgestaltung', erklärt Peter Dell von 'Kobra'. Die Kinder bei der Präsentation zeigten sich von dem bunten, übersichtlichen Stadtplan begeistert. Die drei Geschwister Fatma, Sibel und Serkan wollten sich gleich zusammen nach neuen Spielplätzen umschauen. 'Der ist echt gut, da sieht man gleich, wo man hingehen kann', findet Jasmin. 'So etwas hätte es schon viel früher geben müssen und suchen, wo was ist', ergänzt Elisabeth.
Die Rheinpfalz, 12.11.2001
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