Dudenhofen: Kinder wollen wippen und schaukeln
Kleine und Große nehmen die Spielplätze im Ort unter die Lupe – Neustadter Straße gefährlich
Kletterpilze sind out, Wippen und Schaukeln sind bei den Kindern in. Das war eines der Ergebnisse des gestrigen Spielplatz-Checks in Dudenhofen. Rund 16 Kinder der Kindertagesstätten „Sternschnuppe“ und „Sankt Kunigunde“ beurteilten zusammen mit rund 20 Erwachsenen die zehn Spielplätze in Dudenhofen. Bürgermeister Clemens Körner wollte dabei erfahren, wie interessant die Spielplätze in Dudenhofen sind.
Wieder hieß es: Kobra, übernehmen Sie. Das Landauer „Beratungszentrum für kommunale Kinder-, Jugend-, Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung“ (Kobra) hatte im vergangenen Jahr bereits eine Jugendbefragung für die Spargelgemeinde durchgeführt. Für Körner ist der Spielplatz-Check in Zusammenarbeit mit Kobra nun die „zweite Stufe“.
Kinder und Jugendliche „sollen stärker kommunalpolitisch“ integriert werden, so Körner. Jährlich würden in den Gemeinden Spielplatzbegehungen durchgeführt. Schwerpunkt sei aber die Sicherheit. Dieses Mal sei die Sichtweise der Kinder und Mütter gefragt gewesen. Körner verspricht sich, auf diesem Weg die jährlichen Haushaltsmittel für die Spielplatz-Instandhaltung (rund 50 000 Mark) effektiver einsetzen zu können.
Gestern Abend stellten die Leiterinnen der beiden Kindertagesstätten Christine Puhr und Trudel Grundhöfer (Sternschnuppe) sowie Dietlinde Appel und Tanja Tavernier (St. Kuni-gunde) dem Bürgermeister und Ortsbeigeordnetem Manfred Hook die Ergebnisse vor.
Bemängelt wurde unter anderem der eintönige Zustand der drei Spielplätze in Dudenhofen Süd. Alle seien gleich konzipiert und fänden daher wenig Resonanz. Grund hierfür, so Kör-ner, sei die fast gleichzeitige Planung durch den selben Architekten vor rund 25 Jahren, als das Neubaugebiet entstand.
Die Eltern bemängelten auch die Neustadter Straße als Weg zum Abenteuerspielplatz. Durch parkende Autos sei die Straße sehr verengt. Kinder seien auf dem Radweg gefährdet, da Autofahrer aus der Jahn- bzw. Albrecht-Dürer-Straße einen schlechten Einblick in die Neustadter Straße hätten.
Generell fiel das Fazit aber positiv aus. „Wir müssen uns für dieses Ergebnis nicht schämen“, sagte Körner. Ein großes Lob für die Jugendarbeit des Gemeinde gab es von Martin Theodor von Kobra, denn nicht viele Gemeinden würden einen solchen Spielplatz-Check unterneh-men. Die Auswertung des Test-Tages soll bis Anfang Juli vorliegen, so Theodor.
Die Rheinpfalz (Speyer), 20.06.2001
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