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Region Oberrhein: Brückenbau überwindet Grenzen in Europa
Hirschthal. Das "Forum Junior" fndet seit 1995 statt. In diesem Jahr steht es unter dem Thema "Raumplanung" und dem Motto "Lebensräume-Lebensträume". Jugendliche aus dem Elsaß, der Nordwestschweitz, -Baden und der Südpfalz, einschließlich der Verbandsgeimeinde Dahner Felsenland, trafen sich jeweils mit acht Vertretern am vergangenen Wochenende unweit von Hirschthal, um eine Brücke über die Sauer zu bauen.
Die neue Brücke, die bisher als Betonbrücke existierte, wurde von jugendlichen in drei Tagen zur Holzbrücke umfunktioniert. Die Federführung des Projektes lag in den Händen des Landschaftsarchitekten Norbert Schäfer vom Ingenieurbüro "Stadt und Natur" mit Sitz in Klingenmünster. Schäfer leitete die Jugendlichen proffesionell an. "Das Projekt Brückenbau über die Sauer soll ein symbolischer Brückenschlag zur Überwindung der Grenzen am Oberreihn sein", erläuterte Dr. Peter Dell (Politikwissenschaftler) und Betreuer der rheinland-pfälzischen Jugendlichen den Sinn der Aktion. Zudem hat die neu gebaute Brücke einen ganz praktischen Vorteil: Sie verbindet den Wanderweg vom Fleckenstein über Hirschtahl zur Fronsburg.
Eng verknüpft mit dem "Forum Junior" ist der alle zwei Jahre abgehaltene Dreiländerkongreß zwischen der Schweiz, Baden-Württemberg, der Südpfalz und dem Elsaß. Dieser Kongreß wird in diesem Jahr ebenfalls unter dem Thema "Raumplanung" abgehalten. Das "Forum Junior" hat dabei die Gelegenheit, an Planungsideen vor Ort teilzuhaben. Diese Planungen sollen dann in den Dreiländerkongreß eingebracht werden ...
Da der Rad- und Wanderweg zwischen Lembach im Elsaß und Schönau eine Lücke aufweist, befaßte sich eine zweite Gruppe Jugendlicher ebenfalls am vergangenen Wochenende mit zwei Möglichkeiten der Trassenführung ... Sie werden Charly Schlosser dem Bürgermeister von Lembach unterbreitet, der sich bereiterklärt hat, die Lösungsvorschläge zu berücksichtigen. Dem praktischen Teil des Brückenbaus über die Sauer am Wochenende folgte ab Montag ein theoretischer teil, im Rahmen einer "Zukunftswerkstatt" mit den drei Phasen Kritik, Phantasie, Realisierung. Der Zielgedanke dabei ist, die Identität der Bewohner zwischen den Regionen am Oberrhein herzustellen. Leiter der "Zukunftswerkstatt" ist Diplompädagoge Martin Theodor von "Kobra", einem Beratungszentrum für Kinder- und Jugendbeteiligungen in Landau.
Pirmasenser Zeitung, 24.07.1999
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