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Taunusstein: Jugendarbeit soll ein Ziel haben
Taunusstein startet Umfrage unter Vereinen und Organisationen / Konzept bis Dezember
Bis Ende des Jahres soll ein Konzept für die Jugendarbeit in Taunusstein vorliegen. Grundlage ist eine Umfrage, die die Stadt jetzt gestartet hat.
Es gibt acht Jugendclubs und das JuKuz in Taunusstein, dazu mindestens 80 Vereine, die Jugendarbeit betreiben, außerdem Organisationen und Institutionen, die Schulen. Ziel des neuen Gesamtkonzepts für die Jugendarbeit in der größten Stadt im Rheingau-Taunus-Kreis soll sein, diese vielen und vielschichtigen Angebote eventuell zu vernetzen, Probleme und Defizite aufzuspüren, diese möglichst auszuschalten. "Wir wollen die Jugendarbeit mit einem Ziel ausstatten", so Bürgermeister Michael Hofnagel, "nicht nur immer auf Nachfrage reagieren".
Dazu hat sich die Taunussteiner Stadtverwaltung ... professionelle Hilfe ins Haus geholt: das Beratungszentrum für kommunale Kinder-, Jugend-, Bürgerinnen und Bürgerberatung, kurz Kobra, aus Landau. Mit dem Sozialpädagogen Martin Theodor von Kobra wurde ein Fragebogen erarbeitet, der in den nächsten Tagen an Vereine und Institutionen in der Stadt verschickt wird. Damit will die Stadt mehr Wissen über die Arbeit mit Jugendlichen ab 13 Jahren in Taunusstein sammeln. Abgefragt werden die Angebote der Vereine und Organisationen, die Zahl der jungen Leute, die betreut werden. Desweiteren gibt es Fragen zum Umfeld der Freizeitgestaltung, zu bestehenden oder gewünschten Kooperationen. Bis 21. September sollen die Fragebogen wieder im Rathaus eingegangen sein, ein ehrgeiziger Zeitrahmen, weiß Theodor, der damit rechnet, so manchen Vereinen hinterhertelefonieren zu müssen. Neben der erhofften Bestandsaufnahme hat die Umfrage auch das Ziel, die Bedürfnisse der in der Jugendarbeit tätigen Vereine und Organisationen zu eruieren. Bis Dezember soll dann das darauf fußende Gesamtkonzept für die Jugendarbeit in der Stadt von Kobra erstellt werden. Dabei wird sicherlich auch die demographische Entwicklung ... eine gewichtige Rolle spielen.
Schon jetzt gebe es gravierende Unterschiede bei der Jugendarbeit zwischen den eher verstädterten Stadtteilen wie Wehen, Hahn oder Bleidenstadt und den kleineren deutlich ländlicher strukturierten Stadtteilen, stellt Susan Zeidler-Preis von der Stadtjugendpflege fest. Das Konzept soll deshalb auch Aussagen darüber treffen, worauf sich die Stadt in der Zukunft einstellen muss...
Kind sein in Taunusstein sei angesichts der guten Infrastruktur bei den Kindergärten und Schulen "ganz kuschelig", ist Hofnagel überzeugt. Doch für Jugendliche ab 13 oder 14 Jahren, die langsam flügge werden, sei Taunusstein "nicht mehr ganz so prickelnd", weiß der Rathauschef auch. Gerade deshalb erwarte die Stadtverwaltung und die Stadtverordnetenversammlung klare Aussagen, wie Taunusstein auch für diese Jugend noch attraktiver gestaltet werden kann.
Wiesbadener Kurier, 31.08.2007
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